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Ruhestörung – Wofür kann man belangt werden?

Ruhestörung – Wofür kann man belangt werden?

Die Jungspunde in der Nachbarschaft feiern mal wieder in die Nacht rein, der Mieter in der oberen Wohnung bohrt Sonntags Löcher in die Wände – muss man sich den Lärm gefallen lassen? Nein, denn sowohl laute Partys im Vorgarten, als auch das Bohren von Löchern zu vorsätzlichen Ruhezeiten gelten als Ruhestörung und können hohe Summen an Bußgeld bedeuten. Damit es nicht dazu kommt, sollte man sich vor solchen Aktionen über die in der eignen Region geltenden Ruhestunden informieren. Was genau unter den Begriff „Ruhestörung“ fällt, zeigt Ihnen dieser Beitrag.

Zählt laute Musik als Ruhestörung?

Jeder Musikliebhaber hört seine Lieblingssongs gerne auf voller Lautstärke und singt vielleicht sogar mit. Doch selbst beim größten Spaß sollte man auf seine Mitmenschen achtgeben. Solange die Musik nicht Zimmerlautstäke überschreitet, darf man sie zu jeder Zeit sorglos laufen lassen. Voll aufdrehen ist allerdings nur außerhalb der Ruhezeiten erlaubt, da selbst zu laute Musik eine Art der Ruhestörung ist.

Für Hobbymusiker gibt es da eine Ausnahme. Sie dürfen ihre Instrumente auch an Ruhetagen wie Sonntage und Feiertage trotzdem 1-2 Stunden üben. Unter der Woche an Werktagen 2-3 Stunden. Allerdings haben sie sich dennoch an die Ruhezeiten zuhalten.

Party machen soll stören?

Als Partygast schwer vorstellbar, aber selbst die coolsten Partys können nach Beginn der Ruhezeiten durch die Polizei abgebrochen werden. Sollte der Gastgeber die Party nämlich nicht nach drinnen verschieben und auf Zimmerlautstärke reduzieren, haben Nachbarn das Recht, die Polizei wegen Ruhestörung zu informieren.

Dem Hund das Bellen verbieten – darf man das?

Sollte der Nachbarshund zwischen durch laut Bellen, bleibt einem nichts anderes übrig, als es hinzunehmen. Einzelnes Hundebellen gilt auch während der Ruhezeiten nicht als Störung. Das sieht aber schon anders aus, wenn der Hund ohne Pause am Bellen ist und einem keine Ruhe lässt. Fällt einem auf, das der Nachbarshund generell sehr aggressiv ist oder nur am Bellen ist, kann und sollte man sich dennoch mit der Polizei in Verbindung setzen. Allein zum Wohle des Tieres.

Babygeschrei und Kleinkinder – Ruhestörung?

Die Nachtruhe kehrt ein, das Traumland ist in greifbarer Nähe und plötzlich toben kleine Kinder vor dem Haus herum. Durch den Lärm wird das Baby der Nachbarn geweckt und fängt an zu weinen und schreien. Keine angenehme Situation. Leider bleibt einem keine Wahl als das Babygeschrei und kurzen Lärm der Kinder hinzunehmen. Weinender und schreiender Nachwuchs ist selbst in der Nacht einfach zu akzeptieren. Auch kürzerer Kinderlärm wie beispielsweise Wutausbrüche oder ähnliches können sogar bei Teenagern während der Ruhezeiten nicht belangt werden. Sollten allerdings Kinder, die schon zur Schule gehen vor dem Haus länger rum albern und Krach machen, ohne dass die Eltern etwas dagegen unternehmen, darf der geplagte Nachbar auf sie zugehen und sie freundlich Daraufhinweisen. Sollte sich die Situation widerholen, einfach auf die Eltern zugehen und ein Gespräch führen. Bei erneuter Störung können die Eltern dafür belangt werden.